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Der kleine Herr Friedemann



(1897)



Die Amme hatte die Schuld. - Was half es, dass, als der erste Verdacht
entstand, Frau Konsul Friedemann ihr ernstlich zuredete, solches Laster zu
unterdrXcken? Was half es, dass sie ihr auXer dem nahrhaften Bier ein Glas
Rotwein tXglich verabreichte? Es stellte sich plXtzlich heraus, dass dieses
MXdchen sich herbeilieX, auch noch den Spiritus zu trinken, der fXr den
Kochapparat verwendet werden sollte, und ehe Ersatz fXr sie eingetroffen
war, ehe man sie hatte fortschicken kXnnen, war das UnglXck geschehen. Als
die Mutter und ihre drei halbwXchsigen TXchter eines Tages von einem
Ausgange zurXckkehrten, lag der kleine, etwa einen Monat alte Johannes, vom
Wickeltische gestXrzt, mit einem entsetzlich leisen Wimmern am Boden,
wXhrend die Amme stumpfsinnig danebenstand.
Der Arzt, der mit einer behutsamen Festigkeit die Glieder des
gekrXmmten und zuckenden kleinen Wesens prXfte, machte ein sehr, sehr
ernstes Gesicht, die drei TXchter standen schluchzend in einem Winkel, und
Frau Friedemann in ihrer Herzensangst betete laut. Die arme Frau hatte es
noch vor der Geburt des Kindes erleben mXssen, dass ihr Gatte, der
niederlXndische Konsul, von einer ebenso plXtzlichen wie heftigen Krankheit
dahingerafft wurde, und sie war noch zu gebrochen, um Xberhaupt der Hoffnung
fXhig zu sein, der kleine Johannes mXchte ihr erhalten bleiben. Allein nach
zwei Tagen erklXrte ihr der Arzt mit einem ermutigenden HXndedruck, eine
unmittelbare Gefahr sei schlechterdings nicht mehr vorhanden, die leichte
Gehirnaffektion, vor allem, sei gXnzlich behoben, was man schon an dem
Blicke sehen kXnne, der durchaus nicht mehr den stieren Ausdruck zeige wie
anfangs ... Freilich mXsse man abwarten, wie im Xbrigen sich die Sache
entwickeln werde, und das Beste hoffen, wie gesagt, das Beste hoffen ...
Das graue Giebelhaus, in dem Johannes Friedemann aufwuchs, lag am
nXrdlichen Tore der alten, kaum mittelgroXen Handelsstadt. Durch die HaustXr
betrat man eine gerXumige, mit Steinfliesen versehene Diele, von der eine
Treppe mit weiXgemaltem HolzgelXnder in die Etagen hinauffXhrte. Die Tapeten
des Wohnzimmers im ersten Stock zeigten verblichene Landschaften, und um den
schweren Mahagonitisch mit der dunkelroten PlXschdecke standen steiflehnige
MXbel. Hier saX er oft in seiner Kindheit am Fenster, vor dem stets schXne
Blumen prangten, auf einem kleinen Schemel zu den FXen seiner Mutter und
lauschte etwa, wXhrend er ihren glatten, grauen Scheitel und ihr gutes,
sanftmXtiges Gesicht betrachtete und den leisen Duft atmete, der immer von
ihr ausging, auf eine wundervolle Geschichte. Oder er lieX sich vielleicht
das Bild des Vaters zeigen, eines freundlichen Herrn mit grauem Backenbart.
Er befand sich im Himmel, sagte die Mutter, und erwartete dort sie alle.
Hinter dem Hause war ein kleiner Garten, in dem man wXhrend des Sommers
einen guten Teil des Tages zuzubringen pflegte, trotz des sXlichen Dunstes,
der von einer nahen Zuckerbrennerei fast immer herXberwehte. Ein alter,
knorriger Walnussbaum stand dort, und in seinem Schatten saX der kleine
Johannes oft auf einem niedrigen Holzsessel und knackte NXsse, wXhrend Frau
Friedemann und die drei nun schon erwachsenen Schwestern in einem Zelt aus
grauem Segeltuch beisammen waren. Dei Blick der Mutter aber hob sich oft von
ihrer Handarbeit, um mit wehmXtiger Freundlichkeit zu dem Kinde
hinSehnsucht. Er liebte sie um ihrer selbst willen
und sagte sich, dass mit der ErfXllung das Beste vorbei sein wXrde.. Ist das
sXe, schmerzliche, vage Sehnen und Hoffen stiller FrXhlingsabende nicht
genussreicher als alle ErfXllungen, die der Sommer zu bringen vemXchte? X
Ja, er war ein Epikureer, der kleine Herr Friedemann!
Das wussten die Leute wohl nicht, die ihn auf der StraXe mit jener
mitleidig freundlichen Art begrXten, an die er von jeher gewXhnt war. Sie
wussten nicht, dass dieser unglXckliche KrXppel, der da mit seiner putzigen
Wichtigkeit in hellem Xberzieher und blankem Zylinder X er war
seltsamerweise ein wenig eitel X durch die StraXen marschierte, das Leben
zXrtlich liebte, das ihm sanft dahinfloss, ohne groXe Affekte, aber erfXllt
von einem stillen und zarten GlXck, das er sich zu schaffen wusste.

Die Hauptneigung aber des Herrn Friedemann, seine eigentliche
Leidenschaft, war das Theater. Er besaX ein ungemein starkes dramatisches
Empfinden, und bei einer wuchtigen BXhnenwirkung, der Katastrophe eines
Trauerspiels, konnte sein ganzer kleiner KXrper ins Zittern geraten. Er
hatte auf dem ersten Range des Stadttheaters seinen bestimmten Platz, den er
mit RegelmXigkeit besuchte, und hin und wieder begleiteten ihn seine drei
Schwestern dorthin. Sie fXhrten seit dem Tode der Mutter sich und ihrem
Bruder allein die Wirtschaft in dem alten Hause, in dessen Besitz sie sich
mit ihm teilten.
Verheirateit waren sie leider noch immer nicht; aber sie waren lXngst
in einem Alter, in dem man sich bescheidet, denn Friederike, die Xlteste,
hatte siebzehn Jahre vor Herrn Friedemann voraus. Sie und ihre Schwester
Henriette waren ein wenig zu lang und dXnn, wXhrend Pfiffi, die JXngste,
allzu klein und beleibt erschien. Letztere Xbrigens hatte eine drollige Art,
sich bei jedem Worte zu schXtteln und Feuchtigkeit dabei in die Mundwinkel
zu bekommen.
Der kleine Herr Friedemann kXmmerte sich nicht viel um die drei
MXdchen; sie aber hielten treu zusammen und waren stets einer Meinung.
Besonders wenn eine Verlobung in ihrer Bekanntschaft sich ereignete,
betonten sie einstimmig, dass dies ja sehr erfreulich sei.
Ihr Bruder fuhr fort, bei ihnen zu wohnen, auch als er die Holzhandlung
des Herrn Schlievogt verlieX und sich selbstXndig machte, indem er irgendein
kleines GeschXft Xbernahm, eine Agentur oder dergleichen, was nicht allzu
viel Arbeit in Anspruch nahm. Er hatte ein paar ParterrerXumlichkeiten des
Hauses inne, damit er nur zu den Mahlzeiten die Treppe hinaufzusteigen
brauchte, denn hin und wieder litt er ein wenig an Asthma. X
An seinem dreiXigsten Geburtstage, einem hellen und warmen Junitage,
saX er nach dem Mittagessen in dem grauen Gartenzelt mit einer neuen
Nackenrolle, die Henriette ihm gearbeitet hatte, einer guten Zigarre im
Munde und einem guten Buche in der Hand. Dann und wann hielt er das letztere
beiseite, horchte auf das yergnXgte Zwitschern von Sperlingen, die in dem
alten Nussbaum saXen, und blickte auf den sauberen Kiesweg, der zum Hause
fXhrte, und auf den Rasenplatz mit den bunten Beeten.
Der kleine Herr Friedemann trug keinen Bart, und sein Gesicht hatte
sich fast gar nicht verXndert; nur dass die ZXge ein wenig schXrfer geworden
waren. Sein feines, lichtbraunes Haar trug er seitwXrts glatt gescheitelt.
Als er einmal das Buch ganz auf die Knie herabsinken lieX und hinauf in
den blauen, sonnigen Himmel blinzelte, sagte er zu sich: ,Das wXren nun
dreiXig Jahre. Nun kommen vielleicht noch zehn oder auch noch zwanzig, Gott
weiX es. Sie werden still und gerXuschlos daherkommen und vorXberziehen wie
die verflossenen, und ich erwarte sie mit Seelenfrieden.' 

Im Juli desselben Jahres ereignete sich jener Wechsel in der
Bezirkskommandantur, der alle Welt in Erregung versetzte. Der beleibte,
joviale Herr, der lange Jahre hindurch diesen Posten innegehabt hatte, war
in den gesellschaftlichen Kreisen sehr beliebt gewesen, und man sah ihn
ungern scheiden. Gott weiX, infolge welches Umstandes nun ausgemacht Herr
von Rinnlingen aus der Hauptstadt hierher gelangte. Der Tausch schien
Xbrigens nicht Xbel zu sein, denn der neue Oberstleutnant, der verheiratet,
aber kinderlos war, mietete in der sXdlichen Vorstadt eine sehr gerXumige
Villa, woraus man schloss, dass er ein Haus zu machen gedachte. Jedenfalls
wurde das GerXcht, er sei ganz auXerordentlich vermXgend, auch dadurch
bestXtigt, dass er vier Dienstboten, fihn dabei sehen X korrekt; stramm, ritterlich, ein prXchtig
konservierter Vierziger, ein glXllte Lampe stand; saX im
GesprXch mit dem jungen FrXulein Stephens Gerda von Rinnlingen. Sic saX ein
wenig in das gelbseidene Kissen zurXckgelehnt, einen FuX Xber den anderen
gestellt, und rauchte langsam eine Zigarette, wobei sie den Rauch durch die
Nase ausatmete und die Unterlippe vorschob. FrXulein Stephens saX aufrecht
und wie aus Holz geschnitzt vor ihr und antwortete Xngstlich lXchelnd.
Niemand beachtete den kleinen Herrn Friedemann, und niemand bemerkte,
dass seine groXen Augen ohne Unterlass auf Frau von Rinnlingen gerichtet
waren. In einer schlaffen Haltung saX er und sah sie an. Es war nichts
Leidenschaftliches in seinem Blick und kaum ein Schmerz; etwas Stumpfes und
Totes lag darin, eine dumpfe, kraft- und willenlose Hingabe.
Zehn Minuten etwa vergingen so; da erhob Frau von Rinnlingen sich
plXtzlich, und ohne ihn anzublicken, als ob sie ihn wXhrend der ganzen Zeit
heimlich beobachtet hXtte, schritt sie auf ihn zu und blieb vor ihm stehen.
Er stand auf, sah zu ihr in die HXhe und vernahm die Worte:
"Haben Sie Lust; mich in den Garten zu begleiten, Herr Friedemann?"
Er antwortete:
"Mit VergnXgen, gnXdige Frau."
"Sie haben unseren Garten noch nicht gesehen?" sagte sie auf der Treppe
zu ihm. "Er ist ziemlich groX. Hoffentlich sind noch nicht zu viele Menschen
dort; ich mXchte gern ein wenig aufatmen. Ich habe wXhrend des Essens
Kopfschmerzen bekommen; vielleicht war mir dieser Rotwein zu krXftig ...
Hier durch die TXr mXssen wir hinausgehen." Es war eine GlastXr, durch die
sie vom Vorplatz aus einen kleinen, kXhlen Flur betraten; dann fXhrten ein
paar Stufen ins Freie.
In der wundervoll sternklaren, warmen Nacht quoll der Duft von allen
Beeten. Der Garten lag in vollem Mondlicht, und auf den weiX leuchtenden
Kieswegen gingen die GXste plaudernd und rauchend umher. Eine Gruppe hatte
sich um den Springbrunnen versammelt, wo der alte, beliebte Arzt unter
allgemeinem GelXchter Papierschiffchen schwimmen lieX.
Frau von Rinnlingen ging mit einem leichten Kopfnicken vorXber und wies
in die Ferne, wo der zierliche und duftende Blumengarten zum Park sich
verdunkelte.
"Wir wollen die Mittelallee hinuntergehen", sagte sie. Am Eingange
standen zwei niedrige, breite Obelisken.
Dort hinten, am Ende der schnurgeraden Kastanienallee sahen sie
grXnlich und blank den Fluss im Mondlicht schimmern. Ringsumher war es
dunkel und kXhl. Hie und da zweigte ein Seitenweg ab; der im Bogen wohl
ebenfalls zum Flusse fXhrte. Es lieX sich lange Zeit kein Laut vernehmen.
"Am Wasser", sagte sie, "ist ein hXbscher Platz, wo ich schon oft gesessen
habe. Dort kXnnten wir einen Augenblick plaudern. X Sehen Sie, dann uqd wann
glitzert zwischen dem Laub ein Stern hindurch."
Er antwortete nicht und blickte auf die grXne,schimmernde FlXche, der
sie sich nXherten. Man konnte das jenseitige Ufer erkennen, die Wallanlagen.
Als sie die Allee verlieXen und auf den Grasplatz hinaustraten, der sich zum
Flusse hinabsenkte, sagte Frau von Rinnlingen: "Hier ein wenig nach rechts
ist unser Platz; sehen Sie, er ist unbesetzt."
Die Bank, auf der sie sich niederlieXen, lehnte sich sechs Schritte
seitwXrts von der Allee an den Park. Hier war es wXrmer als zwischen den
breiten BXumen. Die Grillen zirpten in dem Grase, das hart am Wasser in
dXnnes Schilf Xberging. Der mondhelle Fluss gab ein mildes Licht.
Sie schwiegen beide eine Weile und blickten auf das Wasser. Dann aber
horchte er ganz erschXttert, denn der Ton, den er vor einer Woche vernommen,
dieser leise, nachdenkliche und sanfte Ton berXhrte ihn wieder.
"Seit wann haben Sie Ihr Gebrechen, Herr Friedemann?" fragte sie. "Sind
Sie damit geboren?"
Er schluckte hinunter, denn die Kehle war ihm wie zugeschnXrt. Dann
antwortete er leise ,und artig: "Nein, gnXdige Frau. Als kleines Kind lieX
man mich zu Boden fallen; daher stammt es."
"Und wie alt sind Sie nun?" fragte sie weiter.
"DreiXig Jahre, gnXdige Frau."
"DreiXig Jahre", wiederholte sie. "Und Sie waren nicht glXcklich, diese
dreiXig Jahre?"
Herr Friedemann schXttelte den Kopf, und seine Lippen bebten. "Nein",
sagte er; "das war LXge und Einbildung."
"Sie haben also geglaubt, glXcklich zu sein?" fragte sie.
"Ich habe es versucht", sagte er und sie antwortete:
"Das war tapfer."
Eine Minute verstrich. Nur die Grillen zirpten, und hinter ihnen
rauschte es ganz leise in den BXumen.
"Ich verstehe mich ein wenig auf das UnglXck", sagte sie dann. "Solche
SommernXchte am Wasser sind das Beste dafXr."
Hierauf antwortete er nicht, sondern wies mit einer schwachen GebXrde
hinXber nach dem jenseitigen Ufer, das friedlich im Dunkel lag. "Dort habe
ich neulich gesessen", sagte er.
"Als Sie von mir kamen?" fragte sie.
Er nickte nur.
Dann aber bebte er plXtzlich auf seinem Sitz in die HXhe, schluchzte
auf, stieX einen Laut aus, einen Klagelaut, der doch zugleich etwas
ErlXsendes hatte, und sank langsam vor ihr zu Boden. Er hatte mit seiner
Hand die ihre berXhrt, die neben ihm auf der Bank geruht hatte, und wXhrend
er sie nun festhielt, wXhrend er auch die andere ergriff, wXhrend dieser
kleine, gXnzlich verwachsene Mensch zitternd und zuckend vor ihr auf den
Knien lag und sein Gesicht in ihren SchoX drXckte, stammelte er mit einer
unmenschlichen, keuchenden Stimme:
"Sie wissen es ja ... Lass mich ... Ich kann nicht mehr ... Mein Gott
... Mein Gott ..."
Sie wehrte ihm nicht, sie beugte sich auch nicht zu ihm nieder. Sie saX
hoch aufgerichtet, ein wenig von ihm zurXckgelehnt, und ihre kleinen, nahe
beieinanderliegenden Augen, in denen sich der feuchte Schimmer des Wassers
zu spiegeln schien, blickten starr und gespannt gradeaus, Xber ihn fort, ins
Weite.
Und dann, plXtzlich, mit einem Ruck, mit einem kurzen, stolzen,
verXchtlichen Lachen hatte sie ihre HXnde seinen heiXen Fingern entrissen,
hatte ihn am Arm gepackt, ihn seitw







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Тем временем:

... Я люблю тебя и не отвергаю,
каким бы ты ни был. Даже в твоем падении. Даже дезертиром. У
меня нет никого, кроме тебя, мать не в счет, она - за железным
занавесом, кто мне близок и дорог и при воспоминании о ком на
мои глаза навертываются слезы и сердце заливает волна теплоты
и нежности.
Тем труднее мне говорить тебе правду, выплеснуть все, что
жжет и терзает мою душу, потому что я рискую тебя кровно
обидеть и потерять навсегда. Пойми, как мне нелегко, прояви
терпимость и выслушай мой стон, не озлобясь и не отринув меня.
Ты привез меня в Израиль. Я пошла за тобой, оставив там,
в неволе, больную мать, друзей и, наконец, народ, Литву,
которой я принадлежу половиной своей крови. Потом ты бросил
меня, полуеврейку, в государстве евреев, одном из самых
неуютных на земле, и уехал устраивать свою жизнь туда, где,
как тебе кажется, фортуна улыбается обольстительней и
безопасней.
Сначала ты оставил жену в Литве, теперь оставил дочь в
Израиле. И бросил в беде сам Израиль, твое государство, на
попечение других, и в том числе мое.
Ты скажешь, что мать ты оставил потому, что она сама не
захотела ехать. Правильно. И меня не увез в Европу, потому что
я наотрез отказалась следовать за тобой. Тоже верно.
В результате ты снова остался один. Один-одинешенек. И с
больной совестью, которая, я знаю, в тебе еще не умерла и
вынуждает тебя молча страдать.
По-разному покидают евреи Израиль.
Одни это делают тихо, незаметно, как заведомо
непристойный шаг, стыдясь друзей и знакомых, и, осев
где-нибудь на планете, никогда недобрым словом его не помянут,
и, слушая радио, ловят в новостях в первую очередь сообщения
из Израиля. Они как свой личный успех воспринимают весть
оттуда.
Другие удирают, хлопнув дверью, чуть ли не прокляв свое
государство, и в местах нового проживания будут зло и едко
высмеивать его, публично поносить, и аборигены тех мест будут
смотреть на них с чувством неловкости, которое испытывают даже
антисемиты при виде еврея, рассказывающего на потеху чужим
ушам грязные юдофобские анекдоты...

Эфраим Севела (Efraim Sevela)
«Продай твою мать»

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